Posting vom 08. Feb. 2015

Die Vorbereitungszeit ist um, es ist soweit: Unsere Langfahrt hat begonnen. Mit uns an Bord sind Sabrina und Johannes, ein junges Pärchen aus Franken. Gerlinde genießt es, eine weibliche Bezugsperson an Bord zu haben. Gunther freut sich über einen Ansprechpartner für technische Themen. Abgesehen davon sind die beiden einfach angenehme Mitsegler. Dafür müssen wir uns von unseren Freunden in Martinique trennen, was uns nicht leicht fällt.

Wechselhafte Winde wehen uns in langen 18 Stunden von Martinique nach Norden, Dominica.. Hier gibt es noch Regenwald, sauberes Trinkwasser, sowie die letzten karibischen Ureinwohner. Bestimmt wird es nicht mehr lange dauern, bis Investoren und Konzerne die kleine Republik umbauen werden. Kreuzfahrtschiffe und neue Straßen sind schon da. Wanderstrecken im Regenwald, Vulkanismus, schöne Schnorchelgründe und nette Begegnungen verlocken zum Bleiben. Aber wir müssen weiter.

Es geht nach Isles Les Saints, Guadeloupe. Der karibische Wetterbericht stimmt wie üblich nicht, ein Funkspruch der befreundeten SY Makaio warnt uns vor Starkwind. Eine unangenehme Welle übergießt uns immer wieder mit Salzwasser. Dafür zieht die Muoza, stark gerefft, mit 6 bis 7 Knoten ihre Bahn nach Norden. Braves Schiff. Die Isles Les Saints sind eine pittoreske Inselgruppe, allerdings sehr touristisch und teuer. Man wähnt sich wieder einmal im Mittelmeer.

Der Wind war besser als erwartet: 36 Stunden nach St. Martin bedeuten eineinhalb Nachtschläge und ein Ankermanöver im Dunkeln. Sabrina und Johannes verlassen die Muoza Richtung New York, wir stürzen uns in Wartung und Reparaturen. Das Reisebudget rinnt uns nur so durch die Finger. St. Martin ist die Einkaufsinsel der östlichen Karibik, hier dreht sich alles um Geld. Die übergroßen Lokale mit viel Personal und wenigen Gästen sehen in unseren Augen aus wie Geldwaschmaschinen. Ganz abgesehen von den Megayachten.

Dr. Diesel, unser Mechaniker hat sich um unseren Motor gekümmert, viele Dinge sind erledigt. Shrimpy, ein Österreicher und eine Institution unter den Fahrtenseglern in St. Martin, hat uns gute Tipps gegeben. Heute geht es wieder los. Das Wetter sollte passen. Nächstes Ziel: Britische Jungferninseln, knapp hundert Seemeilen…

Kommentare

  1. Brigitte

    Hallo Gunther und Gerlinde, ich freue mich immer wenn ich etwas von euch zu lesen krieg es ist spannender als so manches Buch. Wünsche euch eine wunderschöne Zeit.lg brigitte

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    • Danke für dein Feedback! Freut uns sehr, wenn unser kleiner Blog Interesse findet! 🙂

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Antwort auf Gunther

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