Die Namen unserer liebgewonnenen Skipper Kaktus-Günther, Knaatsche-Hans und Keule haben einige Leser amüsiert. Speziell für diese Leser haben uns die drei einen tieferen Einblick in die Namenswelt der Segler gewährt.

Kaktus-Günther sagt: „Wer sein Leben auf einem Boot verbringt, kann nicht normal sein. Mich eingeschlossen.“ Stimmt. Rein statistisch entspricht es nicht der Norm, auf einem Boot zu leben. Seine Frau Marianne und Knaatsche-Hans widersprechen: Sie fühlen sich als normale Menschen und führen ein normales Leben. Berechtigter Einwand.

Doch was für Menschen sind es, die ein so beengtes und zugleich freies Leben wählen? Man sieht sie oft nach Sonnenuntergang zur „Happy Hour“ an der Bar. Die meisten sind deutlich älter als wir. Ende 50 aufwärts, bis in die Achtziger. Auf den ersten Blick wirken alle ganz unauffällig. Manchmal erfährt man erst später, mit wem man es zu tun hatte. Die Bandbreite geht von gelangweilten Millionären über fleißige Arbeiter, segelnde Penner, Abenteurer, Pensionisten, philosophische Eigenbrötler bis hin zu Geschäftsleuten und professionellen Gaunern. Keule sei schon mit dem legendären englischen Räuber Ronald Biggs gesegelt. Ein anderer Segler berichtet, er habe erst hinterher erfahren, dass er mit einem Auftragsmörder unterwegs war.

An fragwürdigen Lebenswegen, Humor und Bootsnamen mag es liegen, dass man zu einem der bildhaften Namen gelangt, die wir in Erfahrung gebracht haben. Hier die – zensurierte – Ausbeute:

„Schläger-Toni, Rübezahl, Regenschirm-Peter, Kongo-Müller, Chaoten-Bernd, Katastrophen-Hans, PK3-Hans, Dakota-Peter, Pinocchio-Peter, Swazi-Horst, Knieschuss-Sigi….“

Uns nennen sie einfach nur „Die Tiroler“.
Nicht sehr originell. Aber wir sind ja auch ganz normal!

Kommentare

  1. Herminio Redondo García

    Ich erlaube mir, Euch seit langem zu kennen: Ihr seid nicht „ganz normal“, sondern ganz besondere Menschen! Und in diesem Sinne: Ahoi!

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  2. Tja, es ist immer erfrischend, wenn sich in diversen Gruppierungen Spitznamen etablieren. Ich erinnere mich an meine studentische Zeit als Taxler auch hier hatten vor allem die „langdienenden“ die absonderlichsten Namen: z.B. – Die Mumie, Rübezahl, Koffer-Willi, Prinz Eisenherz, und mein Lieblingsspitzname – der „Tageslichtvampir“ ob seiner fahlen Gesichtsfarbe so genannt. Jedenfalls wenn euch nicht was besonderes widerfährt bleibt es (und das ist gut so) bei den Tirolern, Grüße an selbige.

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  3. Christian

    Schön, dass ihr so normal seid wie ihr es eben seid. Genau dafür lieben wir euch- ist das jetzt abnormal? Nein, es geht gar nicht anderst.
    Lasst es euch die Freiheit schmecken.

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Antwort auf Alex

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